Trockenrisse

Aus FC Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kleine Risse, die parallel zu den Holzfasern verlaufen. Entstehen,

1) wenn die äusseren Holzschichten schneller als die inneren trocknen und sich somit auch schneller zusammenziehen als der Kern. Da die äusseren Schichten den Kern nicht zerdrücken können, reissen sie entlang der Fasern ein (Trockenrisse im Splintholz).

2) wenn (beim halbierten oder geviertelten Stave) die äußeren Schichten sich beim Trocknen zusammenziehen. Ein halbierter Stamm stellt einen Halbkreis dar, wobei die Spaltseite die flache Seite ist. Schrumpft das Holz nun beim Trocknen, tut es dies v.a. entlang der Jahresringe. Dadurch wird die flache Seite gekrümmt.

Dies kann dazu führen, dass um den Markkanal herum Längsrisse im Kernholz entstehen.

Generell muss Holz so langsam trocknen, dass im Inneren ein permanenter Wasserausgleich zum Spannungsabbau erfolgen kann. Trockenrissen an den Schnittflächen der Enden kann man durch (sh.) Versiegeln entgegenwirken, weil dadurch die in Längsrichtung offenen Kanäle verschlossen werden. Außerdem sollten Stämme über 8 cm Durchmesser immer mindestens 1 x gespalten werden.

Trockenrisse in der Oberfläche entstehen meist nur, wenn das Holz, z.B. durch Sonneneinstrahlung zu schnell oberflächlich trocknet, oder (bei im Sommer geschlagenem Holz!) von vornherein eine zu große Differenz im Wassergehalt zwischen Splint und Kern besteht. Die eingerissenen Ringe sind damit unbrauchbar geworden. Zur Reduzierung kann man die Außenseite mit Klarlack versiegeln, was aber die Trockenzeit verlängert.