Tillerstock

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Lexikon:

Was man haben sollte, ist ein Tillerstock. Das ist ein ca. 80 cm langes Kantholz (oder dickes Brett), das senkrecht stehend verwendet wird (z.B. in Schraubstock einspannen) und oben eine Aussparung hat, in die der (zukünftige) Bogengriff gelegt werden kann (gegen Druckstellen mit Leder auskleiden !) und ab ca. 15 cm Abstand von oben alle gut 2,5 cm eine ca. 2 cm tiefe Einkerbung auf der Vorderseite hat, in die die Sehne eingehängt werden kann. Dies dient 1. als Maß für die jeweiligen Auszugweiten, außerdem dazu den Bogen im gezogenen Zustand durch Zurücktreten mit etwas Abstand betrachten zu können.

  • Tillerstock.jpg

(Das Anschrauben eines Abschnitts gibt, wie hier gezeigt, die Möglichkeit, die Sehnenlage mittig unter dem Griff zu haben!)

Die "Luxusausführung" des Tillerstocks ist die Tillerwand ! Das ist eine an die Wand geschraubte Bogenhalterung, anstelle der Kerben gibt es da drunter nur eine Skala, und im unteren Teil eine Umlenkrolle. Die Sehne wird mittels eines Hakens "gefasst", der mit der Schnur über die Umlenkrolle nach unten gezogen werden kann. So kann man aus einer Distanz den Bogen ausziehen ! Zusätzlich kann man an der Wand parallele Linien bzw. ein Gitter-Raster anzeichnen, uns so besser die Krümmung der Wurfarme zu vergleichen. Hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich !

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