Nocken

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Nocken gibt es aus Plastik, Metall und als Selfnocks. Sie bezeichnen den hinteren Teil des Pfeiles, wo eine leichte Einkerbung ist, um den Pfeil in die Sehne einzunocken.

Lexikon:


Kunststoffnocken

Wohl die am häufigsten zu sehenden Nocken sind nach wie vor Plastiknocken. Bei Alupfeilen werden diese aufgeklebt, eingesteckt oder eingeschraubt, bei Holzpfeilen aufgeklebt. Zum Aufkleben wird der Schaft mit dem Konusspitzer im richtigen Winkel angespitzt. Als Kleber wird gerne Uhu Plast bzw. Uhu Hart verwendet. Plastiknocken gibt es in allen Farben, von Schwarz über Grau (Legolas) bis hin zu floureszierenden Gelb. Leuchtende Nocken kann man im Flug besser verfolgen und damit den Pfeil leichter wiederfinden. Manche Nocken haben einen Index, der an der selben Seite sitzt wie die Leitfeder und ein flüssigeres Einnocken ermöglicht.

Bronze-Nocken


Metallnocken

In der Vergangenheit wurden Nocken auch aus Bronze oder anderen Metallen hergestellt. Diese Nocken werden vor allem mittels eines Dorns in den Schaft eingeklebt und durch eine Wicklung gegen ausreissen gesichert.

alternative Nocken

Es können natürlich auch Nocken aus anderen Materialien wie Knochen, Horn, Hartholz, usw. produziert und an den Schaft montiert werden. Hierfür werden diese an den Schaft angespleißt oder sie werden mittels eines Schaftdorns eingesetzt.


Selfnocke.jpg

Selfnocks

Selfnocks sind Nocken, die direkt in das Schaftende eingearbeitet wurde. Sie sind also "aus sich selbst heraus" Nocken, in der Regel aus dem Holz des Pfeils hergestellt. Dabei handelt es sich im einfachsten Fall um einen Schlitz, der in den Schaft gesägt wurde. Der Schlitz muß quer zur Holzmaserung erfolgen, da sonst die Gefahr besteht, daß der Schaft beim Lösen durch die Sehne gespalten wird.

Selfnocks müssen sehr sauber und ohne Kanten gearbeitet sein, damit die Sehne nicht beschädigt wird.

Es ist empfehlenswert eine Nockenwicklung unterhalb der Selfnock anzubringen, um zu verhindern, daß die Nocke durch die beim Lösen auftretenden Seitenkräfte der Sehne zerspringt. Ein weiterer Vorteil der Wicklung ist es, daß bei einem direkten Nocktreffer ("Robin-Hood-Schuß") nicht der Schaft aufgespalten wird, sondern höchstens die Nocke selbst. Dann kann der Schaft immer noch gespleißt oder eine Kunststoffnocke aufgeklebt werden.

Um die Nocke, vor allem bei kräftigen Bögen, zu verstärken, kann ein Inlay aus hartem Holz, Knochen, Horn, usw. eingesetzt werden. Hierzu wird zuerst (mit der Maserung !) ein Schlitz in den Schaft gesägt und dann das Inlay eingeklebt. Danach wird die Selfnock wie gewohnt erstellt. Optisch schön sind Nockinlays aus kontrastierendem Material (dunkles Holz, Knochen oder Horn).


Klemmnocke

Viele Schützen bevorzugen Nocken, die so eng sind, das sie sich auf der Sehne festklemmen. Die Plastiknocken werden mit verschiedenen Nockgrößen angeboten, so dass zu jedem Sehnendurchmesser die passende Klemmnocke gefunden werden kann,

Bei Selfnocks muss man dagegen mit viel Fingerspitzengefühl an die Sache herangehen und diese nur so weit auffeilen, dass sie noch klemmen. Sind sie zu groß geworden oder hat sich abgenutzt, dann kann mit einem Tropfen Kleber (UHU-Hart) die Nocke wieder etwas "enger" gemacht werden.

Die andere Möglichkeit ist noch die Sehne im Durchmesser anzupassen. Hierzu kann unterschiedlich dickes Garn für die Mittenwicklung verwendet werden, zwei Wicklungen übereinander oder es können zusätzlich unter der Wicklung kurze Sehnenstücke mit eingewickelt werden.

Die Nocke klemmt dann richtig, wenn der eingenockte Pfeil senkrecht an der Sehne nach unten hängt, sich aber bei einem leichten Tippen mit zwei Fingern löst.