Sehnenbau

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Lexikon:


Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

Eine Bogensehne ist starker Beanspruchung ausgesetzt. Wenn sie reißt, dann kann das zum Bruch des Bogens oder zu Verletzungen führen.
Deshalb ist es wichtig die Sehne immer in gutem Zustand zu halten oder gegebenenfalls auszutauschen.

Eine neue Sehne streckt sich während der ersten 100 Schüsse noch, sie muss deshalb eingeschossen werden.

Es ist relativ einfach eine Bogensehne selbst herzustellen. Hierfür wird benötigt:

  • Sehnengarn (Dacron B50, FastFlight)
  • Garn für die Wicklungen
  • Sehnengalgen, bzw. Schraubzwingen am Tisch
  • Wickelgerät
  • Messer

Strangzahl

Anzahl der einzelnen Fadenstränge in einer Bogensehne.

Abhängig vom Sehnenmaterial, Zuggewicht und Bogentyp. Für das weit verbreitete "Brownell B 50" z.B. kann man als Faustformel nehmen:

  • 20 - 30 # : 10 Stränge,
  • 30 - 45 # : 12 Stränge,
  • 45 - 60 # : 14 Stränge,
  • 60 - 80 # : 16 Stränge,
  • 80 - 100# : 18 Stränge,
  • über 100# : 20 Stränge.

Endlossehne

Der Sehnengalgen (oder die Schraubzwingen auf einem Tisch) wird auf die richtige Länge eingestellt. Damit alle Stränge gleich stark belastet werden, ist es wichtig, dass die einzelnen Stränge gleichmäßig fest auf dem Sehnengalgen sitzen, sie müssen alle genau gleich straff gespannt sein. Eine feste Wicklung an den Sehnenöhrchen hält zusätzlich die Stränge zusammen und gleicht so noch kleinere Unterschiede aus.

Lexikon:


Endlossehne.jpg

Flämischer Spleiß

Flämischer Spleiß: Video zum downloaden

Flaemische1.jpg


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Flaemische4.jpg


Flaemische5.jpg

Mittelwicklung

Lexikon:

Die Mittelwicklung wird am besten mit auf den Bogen aufgespannter Sehne durchgeführt. Dazu die gerade hergestellte Sehne mindestens zehnmal eindrehen, damit der Spleiss nicht aufgeht. (Eine Endlossehne MUSS zwar im fertigen Zustand nicht unbedingt eingedreht sein, zum Herstellen der Mittelwicklung ist das aber dennoch empfehlenswert! Hinterher ggf. wieder ausdrehen, ca. 10 Umdrehungen sind aber empfohlen - wenn's mit der Länge so passt...). Dann auf den Bogen aufspannen. Jetzt kann mit Hilfe des Checkers die ungefähre Lage des Nockpunktes bestimmt werden. Etwas oberhalb des Nockpunkts (es muß genug Platz zum Greifen der Sehne sein) wird die Mittelwicklung begonnen. Je nach Ablasstechnik wird so weit gewickelt, bis der Griffbereich umwickelt ist.

Für das Ende der Mittelwicklung gibt es mehrere Methoden:

  • Halber Schlag als Abschluß und mit Superkleber sichern.
  • Eine Schlaufe aus Wickelgarn in die letzten 1-2cm mit der Sehne einwickeln und damit das Ende der Wicklung hineinziehen.
  • Gegenwicklung, siehe Bilder unten.



Mittelwicklung Anfang.jpgMittelwicklung Ende.jpgMittelwicklung Ende2.jpg

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