Rohschafttest

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Ziel des Rohschafttests

Der Rohschafttest dient dazu, den passenden Spinewert für die zu verwendenden Pfeile zu finden. hierzu werden unbefiederte Pfeile (nur Schäfte mit Spitze und Nocke) geschossen. Das Ziel ist es den Spinewert zu finden, bei dem der Pfeil auch ohne die stabilisierende Wirkung der Federn, gerade aus fliegt, ohne sich zu drehen. Dadurch können dann kleinere Federn verwendet werden, die den Pfeil nicht mehr so stark abbremsen.

Vorbereitung

  • Den Spinewert der Pfeile schätzen oder über eine Faustformel ermitteln.
  • Schäfte mit 5# Abstufung kaufen, beginnend mit geschätzetem Spinewert -10# bis Schätzwert+10#
  • Spitzen mit unterschiedlichem Gewicht besorgen (80, 100, 125gr.). Am einfachsten sind Schraubspitzen, da diese schnell gewechselt werden können.
  • Die Schäfte werden mit dem Spinewert beschriftet und, bei voller Länge, mit mittelschwerer Spitze und Nocke bestücken.
  • Eine "weiche" Zielscheibe aufstellen, am besten aus Ethafoam oder Styropor. Wichtig ist daß das Scheibenmaterial den Pfeil nicht beim Eindringen von der Richtung ableiten (z.B. in Strohscheiben, wenn der Pfeil zwischen die Wicklungen eindringt).

Testablauf

Die Rohschäfte sollten mehrmals auf eine Entfernung geschossen werden um Ablaßfehler zu erkennen.

  • Die Rohschäfte werden aus zunächst geringer Entfernung(5-10m) auf die Scheibe geschossen.
  • nur die Schäfte weiterverwenden, die "gerade" in der Scheibe stecken (oder die, die am wenigsten krumm aufgekommen sind).
  • dann die Entfernung langsam steigern (5 Schritte) bis der "beste" Pfeil ermittelt ist. Dieser Schaft entspricht dann dem groben Spinewert. Dieser reicht sicher gut für Anfänger und fortgeschrittene, da die kleinen Abweichungen durch eine Befiederung ausgeglichen werden.

Feintuning

Der Schaft fliegt zwar besser als die anderen und würde mit Befiederung sicher nicht schlecht passen, man kann ihn aber noch weiter verbessern. Dabei wird nur die seitliche Abweichung berücksichtigt, die Abweichung in der Höhe wird durch die Korrektur des Nockpunktes behoben.

Hierfür wird der Rohschaft und 2 befiederte Pfeile verwendet. Voraussetzung hierfür ist aber auch daß der Schütze schon einen gefestigten Schießablauf beherrscht und sicher Gruppen schießen kann. Es wird hierbei von einem Rechtsschützen ausgegangen, bei Linksschützen muß links/rechts getauscht werden.

  • die 2 Pfeile und den Rohschaft auf eine Markierung auf der Scheibe schießen.
  • Wenn der Rohschaft in der Gruppe der Pfeile steckt, dann die Entfernung erhöhen.
  • Wenn der Rohschaft links von der Gruppe der Pfeile steckt, dann ist der Schaft zu steif. Er kann dann durch eine Erhöhung des Spitzengewichts "weicher" gemacht werden. Falls diese Korrektur nicht ausreicht, sollte der nächst "weichere" Schaft verwendet werden.
  • Steckt der Pfeil zu weit rechts, dann ist der Schaft zu "weich". Durch Kürzen der Schaftlänge (immer nur um 1cm) oder Verringerung des Spitzengewichts wird der pfeil "härter".


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