Holzfeuchte

Aus FC Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Im Holz enthaltene Wassermenge in Prozent des Gewichtes von völlig trockenem Holz (0% Feuchtigkeit). Idealer Bereich für Bögen ist um die 12%, das kann jedoch von Holzart zu Holzart variieren.

Über 15% ist aber in der Regel zu hoch um daraus Bogen zu bauen. Es funktioniert zwar, der Bogen entwicklt aber viel Set. Unter 9% ist in der Regel zu trocken. Die Gefahr von Bogenbruch steigt mit jedem % weniger rasant an. Einige Hölzer können sich durch feuchtere Lagerung wieder "erholen" (Bsp.: Hasel, Esche). Andere sind, einmal übertrocknet, unbrauchbar (Ahorn, Eibe, Robinie).

Holzfeuchte bezeichnet die Menge des gespeicherten Wassers in den Holzzellen. Zur Messung der Holzfeuchte dienen elektronische Messgeräte und eine alte Methode mit Waage (s.u.).

Völlig trockenes Holz hat eine Holzfeuchte von 0 %, hingegen kann völlig gesättigtes Holz eine Holzfeuchte von mehr als 100 % haben.

Stellen wir uns einen trockenen Schwamm vor, der auf der Waage 100 g anzeigt. Nachdem er in Wasser getaucht wurde, wiegt er anschliessend 250 g. Der Wassergehalt beträgt also 150 g in Relation zum Eigengewicht von 100 g. In Prozent ausgedrückt: Schwammfeuchte 150 %. Drückt man den Schwamm kräftig aus, bis nur noch 10 g Wasser enthalten sind, würde die Feuchte genau 10 % betragen.

Wenn man also das Trockengewicht kennt, der Fachmann nennt es Darrgewicht, und das Gewicht des enthaltenen Wassers, so kann man die Feuchte leicht berechnen.

Dazu nimmt man eine Probe des zu messenden Holzes und wiegt es auf einer genauen Waage. Danach trocknet man es im Backofen (am Besten wenn Frau/Freundin nicht anwesend ist) und misst es noch einmal. Aus den so gewonnenen Daten läßt sich die Holzfeuchte berechnen.