Bodentiller

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Tillermethode ohne Tillerstock oder Tillerwand. Der künftige Bogen wird mit dem einen Ende auf den Boden gedrückt und der Bogen am oberen Ende sowie am Griff gefasst und durch entgegengesetztes Drücken gebogen. So wird die Biegung des Bogens (grob) beurteilt.

Heutzutage meist Vorstufe zum Tillern auf dem Tillerstock, stellt das Bodentillern auch eine Alternative (sogar die ursprünglichere Methode) zum Tillern auf dem Stock/Brett dar, setzt aber auch mehr Erfahrung und ein geübtes Auge voraus.

Hat man beim Bau eines Selfbows die Form grob herausgearbeitet, wird es Zeit, mit dem Tillern zu beginnen. Dabei sollte die Dicke und der Taper aber zumindest so weit stimmen, dass sich die Wurfarme schon etwas biegen, und dies auch einigermaßen über die Länge verteilt, und nicht nur an einer Stelle, sonst besteht die Gefahr von punktuellen Überlastungen.

Außerdem sollten beide Wurfarme annähernd gleich biegsam sein. Um dies zu prüfen, stellt man den Bogen mit einem Ende etwa im 45°-Winkel auf den Boden, hält mit der einen Hand das andere Ende gegen, und drückt nun mit der anderen Hand den Griff leicht durch. Dann das andere Ende nach unten, und genau so testen.

So kann man GROB das Biegeverhalten und das Verhältnis der Wurfarme zueinander "vorprüfen". Erst wenn sie etwa gleich erscheinen und keine AUFFÄLLIG steifen oder schwachen Stellen mehr erkennbar sind, wird eine Tillersehne aufgelegt und das eigentliche Tillern begonnen.

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