Befiederung

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Allgemeines

Die Befiederung dient dazu, den Schaft nach dem Ablassen zu stabilisieren (siehe Paradoxon).

Hierfür werden Federn (Naturfedern oder aus Kunststoff) hinten am Schaft angebracht. Diese "bremsen" das hintere Ende und richten so den Schaft gerade aus. Diese "Bremswirkung" ist stärker, je schräger der Schaft fliegt. Hat er sich stabilisiert, so bietet die Befiederung nur noch wenig Luftwiderstand.

Eine weitere Aufgabe der Befiederung ist es, dem Pfeil eine Rotaion um die Längsachse zu geben, das stabilisiert den Pfeilflug zusätzlich (wie der Drall bei Feuerwaffen). Hierzu werden die Federn "schräg" oder sogar gewunden auf den Schaft geklebt. Bei Naturfedern gibt es noch einen zusätzlichen Dralleffekt, sie besitzen eine glatte und eine rauhe Seite, mit unterschiedlicher Luftreibung, wodurch auch bei gerade verklebter Feder eine Rotation bewirkt wird.

Je größer die Befiederung, desto stärker ist der Stabilisierungseffekt, aber desto stärker werden die Pfeile auch gebremst. Das Ziel sollte sein, die Befiederung so klein wie möglich aber so groß wie notwendig zu machen. Dazu sollte der Rohschaft schon sehr gut auf Bogen und Schütze abgestimmt sein, siehe Rohschafttest.

Es ist wichtig auf einem Schaft nur eine Windungsart der Federn zu verwenden, da linksgewundene und rechtsgewundene Federn eine gegengerichtete Rotation bewirken und sich somit negativ beeinflussen.

Arten von Federn

Es gibt im Prinzip nur zwei Arten von Befiederung: Naturfedern und Plastikfedern oder -fletches.

Plastikfedern haben den Vorteil, dass sie wasserresistent und deutlich günstiger als Naturfedern sind.

Naturfedern stabilisieren den Pfeil schneller und bremsen ihn weniger ab. Außerdem können sie sich besser an den Schaft anlegen, was beim Verlassen des Bogens oder Streifen eines Astes von Vorteil ist. Desweiteren verleihen Naturfedern dem Pfeil eine persönliche Note (Federn spleißen) und werden im Allgemeinen als hübscher empfunden.

Arten von Befiederung

Jede Art von Befiederung kann mit Drall oder ohne erfolgen.

zweifach

Der Vorteil dieser selteneren Art der Befiederung ist, daß es egal ist, wierum der Pfeil aufgenockt wird, er "paßt" immer.

dreifach

Dies ist die gängigste Art der Befiederung. Bereits Ötzi hatte dreifach befiederte Pfeile in seinem Köcher.

vierfach symmetrisch

Auch hier ist es egal, wierum der Pfeil aufgenockt wird.

vierfach asymmetrisch

Flu-flu (sechsfach befiedert)

Der Pfeil wird normal dreifach mit Federn (volle Höhe !) befiedert, dann wird der Pfeil im Befiederungsgerät um 180 Grad weitergedreht und nochmal dreifach befiedert. So ein Pfeil stabilisiert sich sehr schnell und hat eine starke Bremswirkung, er ist z.B. für hohe oder sehr nahe Ziele gedacht.

Flu-flu (Modell "Klobürste")

Eine Feder in voller Länge wird spiralförmig um den Schaft gewickelt (manche nehmen sogar mehrere Federn dazu). Die Federstrahlen spreizen sich dabei auf, der Pfeil sieht wuschelig aus und ist wirklich einer Klobürste nicht unähnlich. Diese Sorte Flu-Flu erreicht die stärkste Bremswirkung.