Backing

Aus FC Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Backing (engl."back"=Rücken) bezeichnet man eine Verstärkung des Bogenrückens, welches die Lebensdauer und die Leistungsfähigkeit eines Bogens erhöhen soll. Das Backing übernimmt die Aufgabe die beim Spannen des Bogens entstehenden Zugkräfte aufzunehmen. Backings können aus Holz, Bambus, tierischen Sehnen, tierischen Häuten, pflanzlichen Fasern, oder Kunstfasern bestehen und werden auf den Bogenrücken geleimt. Ausnahme bildet das sogenannte Kabelbacking, das lose über den Bogenrücken geführt wird und nur an den Bogenenden befestigt wird. Manche Backings dienen nur der Verschönerung oder der Tarnung des Bogens, wie z.B. Schlangenhaut. Auch Wasserschutz kann damit erreicht werden.

Als Backing geeignete zugstabile Hölzer: zugstabile Hölzer

Weitere zum Backing geignete (zugstabile) Materialien:

Das Backing soll also einen Teil der Zugkraft aufnehmen. Dafür gibt es 2 Wege - wie im richtigen Leben: Sei stärker - oder passe dich an! Für's Backing heißt das: Sehr zugSTARK oder DEHNBAR. Das muss man auch bei der Wahl des Klebers beachten:

  • Hanf ist zugstark und man kann ihn mit Holzleim kleben, da er sich nicht dehnt.
  • Ähnliches gilt für Leinen.
  • Sehnen sind dehnbar. Die klebt man daher besser mit Hautleim.
  • Ebenso Seide.
  • Sonstige Stoffe aus Naturfasern (Baumwolle, Sisal, etc.) liegen im Mittelfeld, bringen aber auch nicht viel. Sie können mit jedem Kleber verwendet werden.
  • Kunstfasern wie Glasfaser, Carbonfaser oder Kunststoffe klebt man mit Epoxidharz.
  • Rohhaut ist zugstark UND dehnbar. Kann man mit allen Leimen kleben, aber NICHT mit Epoxi, weil sie Fett enthält.
  • Bambus und Holz kann man mit allen Klebern verwenden.


siehe auch Bogenbau